Lebenslauf

Übersichtlich und klar gegliedert: der Lebenslauf

Lebenslauf

Viele Personalchefs lesen den Lebenslauf noch vor dem Anschreiben. Dort erfahren sie im schnellen Überblick das Wesentliche über den Bewerber und das sollte überzeugend sein.

Die Vita sollte gut strukturiert und leserfreundlich verfasst sein, sonst wird die Bewerbung ganz schnell aussortiert. Die wesentlichen Fakten müssen übersichtlich mit einer klaren Gliederung präsentiert werden.

Zwar sind die meisten Lebensläufe auch heute noch tabellarisch verfasst, aber der Stil sei „angelsächsischer“ geworden, urteilen Bewerbungsexperten. Das heißt, dass die Vita nicht mehr zwingend chronologisch von vorne aufgebaut wird. Der Bewerber beginnt mit der aktuellen Position und listet die verschiedenen beruflichen Stationen in umgekehrter Reihenfolge auf. Damit rücken Berufserfahrung und Qualifikationen stärker ins Blickfeld. Berufseinsteiger wählen nach wie vor die chronologische Form, so lässt sich die persönliche Entwicklung nachvollziehen.

Ganz entscheidend ist es, dass der Lebenslauf lückenlos ist. Die verschiedenen Stationen müssen konkret wenigstens mit Monat und Jahr aufgelistet werden. Es darf nichts gefälscht oder verborgen werden.

Die Struktur

Lesefreundlich ist es, den Lebenslauf tabellarisch aufzubauen und in folgende Rubriken zu gliedern.

  1. Persönliche Daten

  2. Beruflicher Werdegang (bei Berufs-Einsteigern Praxiserfahrung aus Praktika, Jobs, praxisrelevante Projekte aus Ausbildung oder Hochschule)

  3. Schule, Ausbildung, Studium

  4. Zusatzqualifikationen wie Sprachen, PC-Kenntnisse

  5. Fort- und Weiterbildung, sofern diese für den Beruf relevant sind

  6. Auslandsaufenthalte

  7. Hobbys und Interessen nur, wenn sie einen Bezug zur Stellenausschreibung haben

Ebenso wie das Bewerbungsschreiben, sollte auch der Lebenslauf auf die Stelle und das jeweilige Unternehmen zugeschnitten sein. Die Standardvita, die mehr oder weniger gut zu jeder Stellenausschreibung passt, wird von Personalchefs sehr schnell entlarvt. Arbeiten Sie bei jedem Lebenslauf gezielt die Schwerpunkte Ihres persönlichen und beruflichen Werdegangs heraus, die in der Stelle und Firma gefordert werden. Nutzen Sie branchenspezifische Fachtermini und beziehen Sie sich auf das Anforderungsprofil der Stellenausschreibung. Unwichtige Details streichen Sie heraus. Anschreiben und Lebenslauf sollten sich ergänzen und nicht die gleichen Fakten in epischer Breite wiederholen. Besondere Leistungen und eine erfolgreiche Umsetzung beruflicher Projekte dürfen explizit benannt werden.

Die Formalien

Mehr als zwei Seiten sollte die Vita nicht umfassen, bei Bewerbern mit mehr als fünf Berufsjahren darf jedoch schon einmal eine dritte Seite dazukommen.

Die neue Seite 3

Eingebürgert hat sich seit den 90er Jahren die neue „Seite 3“. Personaler urteilen allerdings unterschiedlich, ob diese bei der Jobsuche wirklich notwendig und hilfreich ist. Genutzt werden sollte die zusätzliche Seite im Lebenslauf nur, wenn sie schlagkräftige berufsbezogene Argumente liefert. Bewerber mit langjähriger Berufserfahrung können dort eine Leistungsbilanz mit Beispielen ziehen oder die persönliche Motivation herausstellen.