Selbstmarketing

Werbung in eigener Sache: Selbstmarketing

Nicht nur die fachliche Qualifikation entscheidet über den Erfolg im Beruf. Wer die Karriereleiter erklimmen möchte, muss sich selbst und seine Fähigkeiten erfolgreich vermarkten können. Doch die Werbung in eigener Sache funktioniert nur, wenn der Bewerber wirklich Leistung zu vermarkten hat. Mit aufgeblasener Wichtigtuerei und Schaumschlägerei kommt auf Dauer niemand weiter. „Wer erfolgreich sein will, braucht als Grundstock für die Eigenvermarktung ein gutes Produkt“, sagt Gitte Härter, Autorin des Ratgebers „Selbst-Marketing“ in einem Focus-Artikel. „Gutes geht von innen nach außen. Der Angestellte sollte in der Arbeit die bestmögliche Leistung aus sich herausholen und diese vorteilhaft präsentieren.“

Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Selbstpräsentation ist zunächst einmal die Einschätzung der eigenen Persönlichkeit. Die eigenen Stärken einschätzen können, aber auch bereit sein, Schwächen zu erkennen und daran zu arbeiten ist sehr wichtig. Wer weiß, wohin der Weg gehen soll, kann seine persönliche Ziele formulieren und gezielt an deren Verwirklichung arbeiten.

Leistungen und Erfolge kommunizieren

Kommunikation heißt das Zauberwort. Denn was nützt die beste Arbeit, wenn es keiner bemerkt? Wer im Job weiterkommen will, müsse auf sich aufmerksam machen, sagt Andreas Köhler, Kommunikationspsychologe aus Solingen im Hamburger Abendblatt. Denn gute Leistungen allein reichen dafür nicht aus. Der Chef müsse sie auch erkennen. „Sie dürfen nicht davon ausgehen: Die sehen doch, was ich kann!“, erklärt der Kommunikationsfachmann. „Man muss seine Leistungen und Erfolge auch kommunizieren.“ Zeigen Sie in der Firma Präsenz: Überzeugen Sie mit Wissen und Leistung. Das bedeutet allerdings nicht, sich gnadenlos in den Vordergrund zu drängen und in einer Konferenz zu jedem Thema das Wort ergreifen zu müssen.

Die Kommunikation darf sich allerdings nicht einseitig auf die Führungsetage beschränken. Pflegen Sie den Kontakt zu den Kollegen, nutzen Sie den täglichen Small Talk, das gemeinsame Essen in der Kantine und verschanzen Sie sich nicht hinter dem PC.

Stil und Outfit

Die gelungene Selbstdarstellung bezieht sich auf das gesamte Erscheinungsbild, damit prägen Sie ihr Image. Ein gepflegtes Äußeres ist Pflicht. Der passende Kleidungsstil richtet sich nach der Branche. Jeder Beruf hat seinen eigenen Dresscode: den sollte jeder kennen und sich anpassen. In kreativen Berufen geben sich Mitarbeiter gerne etwas ausgefallener, bei Banken und Versicherungen gilt die klassisch-konservative Kleiderordnung. Mit gekonnten Accessoires können Sie auf sich aufmerksam machen, aber bitte mit Stilgefühl. Klimpernder Schmuckbehang oder vermeintlich witzige Krawatten lassen eher am Geschmack des Kollegen zweifeln.

Guter Stil kommt an

Wer beruflich weiterkommen möchte, sollte seinen Knigge kennen. Guter Stil, ein verbindliches freundliches Auftreten, Höflichkeit, nicht nur gegenüber Höhergestellten – erfolgreiche Menschen überzeugen mit Charakter und Persönlichkeit.

Aber auch Kommunikationspsychologen wissen: „Man kann es nicht allen Recht machen“, sagt Andreas Köhler. Deshalb zähle auch beim Selbstmarketing vor allem eins: authentisch bleiben.

Selbstpräsentation für Berufsanfänger

Auch Berufsanfänger können schon einmal Werbung in eigener Sache betreiben. Studenten müssen nicht warten, bis sie den ersten Job ergattert haben. Es kann sich auszahlen, wenn sie selbst aktiv auf Unternehmen zugehen. Studenten können sich auf Berufseinstiegsmessen über die verschiedenen Möglichkeiten informieren, in ein Unternehmen einzusteigen oder mehr über ein bestimmtes Arbeitsfeld zu erfahren. Im persönlichen Gespräch mit Firmenvertretern können sie Fragen stellen und ihr Interesse am Unternehmen demonstrieren.

Im Rahmen von Praktika oder der Mitarbeit in Projekten können Studenten noch vor ihrem Examen in den Berufsalltag hineinschnuppern. Neben den fachlichen Fähigkeiten können sie im Berufsalltag auch ihre „Soft Skills“ unter Beweis stellen, und die werden für Unternehmen immer wichtiger.