Führung

Mitarbeiter motivieren

Führungspersönlichkeiten haben mehr als Fachwissen vorzuweisen
„Geben Sie Ihren Mitarbeitern Arbeit, bei der sie ihre Fähigkeiten voll ausschöpfen müssen. Geben Sie ihnen alle notwendigen Informationen. Erläutern Sie ihnen klipp und klar, was es zu erreichen gilt. Und dann - lassen Sie sie in Ruhe.“ Das empfahl der amerikanische Unternehmensberater Robert Waterman zum Thema Führung.
Was so einfach klingt, ist in der Realität eine komplexe Aufgabe. Gute Führungspersönlichkeiten müssen eine Vielfalt von Fähigkeiten in sich vereinen. Wissen alleine reicht dabei nicht aus, aber ohne Fachkompetenz geht nichts. Nur mit einem großen Selbstbewusstsein kann ein derartiger Posten ausgefüllt werden. Fachwissen und Leistungsbereitschaft sind das Rüstzeug, das Führungskräfte mitzubringen haben. Sie müssen aber auch über soziale, persönliche und methodische Kompetenzen verfügen. Führungswerkzeuge und -methoden sollten ihnen geläufig sein und sie sollten in besonderem Maße die Fähigkeit besitzen, mit Menschen umzugehen.

Vorbild sein

Eine Führungskraft sollte ein Vorbild sein, denn das Mitarbeiterverhalten orientiert sich am Verhalten des Chefs. Gute Führung ist authentisch. Eine echte Persönlichkeit wird von den Mitarbeitern akzeptiert. Mitarbeiter wünschen sich Vorgesetzte, die glaubwürdig, integer, wahrhaftig und ehrlich sind. Führung wird so im Sinne von „Vorangehen“ verstanden und beinhaltet die Fähigkeit zu motivieren, Vertrauen zu schaffen und ein Beispiel zu geben.

Mitarbeiter motivieren

Führen bedeutet, Mitarbeiter anzuleiten und zu motivieren, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Als Vorgesetzter haben Sie die Aufgabe, die Leistungsbereitschaft und die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter positiv zu beeinflussen. Ein ganz entscheidendes Führungsinstrument ist auch dort das eigene Vorbild. Im Idealfall kann eine Führungspersönlichkeit die Mitarbeiter nicht nur mit Visionen inspirieren und mitreißen, sondern vereint in sich auch Manager-Qualitäten, das heißt, er kann Organisationsabläufe planen und koordinieren.

An den berühmten Soft Skills kommen auch Vorgesetzte nicht vorbei: denn die klassischen Stärken von Führungskräften wie Selbstbewusstsein, Erfolgswillen, Leistungsstärke, Konfliktbereitschaft und Überzeugungskraft reichen nicht aus. Eine gute Führungspersönlichkeit ist kein einsamer Leitwolf, dem die Herde lediglich zu folgen hat, sondern sie kann die Mitarbeiter ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechend einsetzen. Ohne Kommunikations-, Team- und Organisationsfähigkeit wird der Vorgesetzte die Mitarbeiter nicht im Sinne einer echten Führung leiten können. Dabei gilt es, das Potenzial der Mitarbeiter zu entdecken und zu fördern, um sie erfolgsorientiert zu führen. Seine Aufgabe ist es, die Effektivität des Teams zu steigern. Dazu gehört auch die Fähigkeit, Konflikte zu erkennen und zu lösen. Wer seine Mitarbeiter mitreißen möchte, muss Botschaften und Aufgaben klar und transparent kommunizieren.

Arbeit delegieren

Zu führen heißt auch, delegieren zu können. Chefs übertragen den Mitarbeitern Verantwortung für die zu fällenden Entscheidungen und die zu lösenden Probleme und versuchen nicht, alles selbst zu machen. Viele Chefs zweifeln daran, dass ein Mitarbeiter die übertragene Aufgabe in der erforderlichen Qualität oder im vorgegebenen Zeitrahmen lösen kann. Ein gelungenes Delegieren bedeutet, die Aufgaben an den Mitarbeiter zu übergeben, der diese in zufriedenstellender Form erfüllen kann. Das funktioniert nur, wenn Vorgesetzte ihr Team kennen und beurteilen können, welcher Mitarbeiter für die Lösung des Problems am besten geeignet ist.