Weiterbildung

Weiterbildung als Schlüssel zur Karriere

Berufliche Qualifizierung wird immer wichtiger

Das stringente Nacheinander von Schule, Ausbildung und Arbeitsleben ist heute nicht mehr zeitgemäß. Bildung findet nicht allein in der Schule statt und endet auch nicht mit ihr. Lebenslanges Lernen heißt das Stichwort. Der schnelle technologische Fortschritt macht es notwendig, berufliche Fähigkeiten und Wissen immer wieder anzupassen und zu erweitern. Zusatzqualifikationen sind der Schlüssel für die Karriere oder einen sicheren Job, sagen Unternehmer. „Die Bedeutung von Qualifizierung und Weiterbildung steigt – sie sind die entscheidenden Grundlagen für Aufstiegsmöglichkeiten, Arbeitsplätze und Wohlstand“, sagt auch Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ohne kontinuierliches Lernen und ohne Fortbildungen verringern sich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Qualifizierte Arbeitskräfte sind seltener arbeitslos, unterstreicht die Agentur für Arbeit.

Nach Arbeitslosigkeit oder der Familienphase bei Frauen steigern Qualifizierungsmaßnahmen die Chance, wieder in den Beruf einsteigen zu können. In manchen Berufsgruppen sind Fortbildungen ohnehin verpflichtend, um das Wissen auf dem aktuellen Stand zu halten. Im schulischen oder Therapiebereich ist beispielsweise die regelmäßige Teilnahme an Schulungsmaßnahmen unumgänglich.

In anderen Berufen ist Weiterbildung ein Muss, um auf der Karriereleiter hinaufzusteigen. Es gibt eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Angeboten, wie beispielsweise Vorträge, Wochenendkurse, Lehrgänge, Kurse, Seminare, den Besuch von Techniker- oder Meisterschulen. Die Veranstaltungen können im Betrieb stattfinden, in speziellen Fortbildungseinrichtungen von Betrieben, Verbänden, Handwerkskammern und anderen Institutionen oder im Rahmen eines Fernstudiums.
Grenzen Sie zunächst einmal ein, mit welcher Zielsetzung Sie Ihre Fortbildung antreten wollen. Geht es um den Wiedereinstieg in den Beruf oder möchten Sie Ihre Karriere im Unternehmen fördern? Handelt es sich um eine Fortbildung oder eine Umschulung? Wie viel Zeit können Sie für die Weiterbildung erübrigen? Vollzeit oder haben Sie nur abends oder an den Wochenenden Zeit? Wer klare Suchkriterien hat, findet in der Fülle der Angebote leichter das passende.

Chefs legen Wert auf Weiterbildung

Eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit „Weiter durch Bildung“ hat ergeben, dass Weiterbildung für 90 Prozent der Arbeitgeber wichtig oder sehr wichtig ist. Befragt wurden 1000 Entscheider aus dem Bereich Weiterbildung und Personalentwicklung in Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern. Und die Deutschen sind bildungsbereit. Für 80 Prozent ist das weitere Lernen und Qualifizieren unabhängig von der bisherigen Ausbildung eine Selbstverständlichkeit. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Bertelsmann Stiftung mit dem Titel „Glück, Freude, Wohlbefinden – welche Rolle spielt das Lernen?“. Deutschlandweit wurden insgesamt 1.004 Personen ab 14 Jahren befragt.

Warten Sie nicht einfach darauf, dass Ihr Vorgesetzter mit einem Weiterbildungsangebot auf Sie zukommt. Werden Sie selbst initiativ. Informieren Sie sich und präsentieren Sie ihm Angebote, die von Interesse sein könnten. Ihre Einwilligung werden Chefs allerdings nur geben, wenn der Nutzen für das Unternehmen klar zu erkennen ist, schließlich kosten einige Qualifizierungsmaßnahmen viel Geld. Wenn Sie allerdings ohnehin vorhaben, die Firma zu verlassen, gebietet es die Fairness, sich nicht vom alten Betrieb noch eine Fortbildung finanzieren zu lassen. Das Unternehmen profitiert zwar von qualifizierten Mitarbeitern, allerdings dauert es meist einige Zeit, bis sich die Kosten für die Fortbildung amortisiert haben.

Förderung beruflicher Weiterbildung

Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung können selbst oder vom Arbeitgeber finanziert werden. Daneben gibt es eine Vielzahl staatlicher und privater Fördermöglichkeiten, wie beispielsweise