Berufseinsteiger

Der erste Tag im Job
So umschiffen Sie die Klippen beim Berufseinstieg

Der erste Arbeitstag im neuen Job rückt näher und die Nervosität steigt. Wie sind die Kollegen? Was ziehe ich an? Ist es üblich, den Einstand bereits am ersten Tag zu geben?

Beim Berufseinstieg lauern viele Fettnäpfchen. Wer einige Grundregeln beachtet, umschifft die schlimmsten Klippen. Dass Sie pünktlich Ihren Dienst antreten, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Kalkulieren Sie einen Zeitpuffer mit ein, wenn Sie noch nicht genau berechnen können, wie lange der Weg zur Arbeit dauert.

Nicht zu forsch und nicht zu verschreckt

Vermeiden Sie am ersten Tag allzu forsches Auftreten. Sie sollten aber auch nicht wie eine verschreckte graue Maus wirken. Wie so oft im Leben gilt es, einen gesunden Mittelweg zu finden. Stellen Sie sich freundlich vor, signalisieren Sie Kontaktbereitschaft, bedrängen Sie Ihre Kollegen aber nicht. Beobachten Sie, wie die Kollegen ihre Arbeit machen. Stellen Sie bei Unklarheiten Fragen und zeigen Sie Interesse.

Keine überzogenen Erwartungen

Für ihre Kollegen ist es ein ganz normaler Arbeitstag. Ein Neuling sollte keine allzu hohen Erwartungen haben – schließlich können die anderen nicht alles stehen und liegen lassen, um ihn gebührend zu begrüßen und einzuarbeiten. Präsentieren Sie sich offen und freundlich und bleiben Sie natürlich. Es dauert eine Weile, bis man sich mit den Arbeitsabläufen in einer neuen Firma auskennt.

Die Kleiderordnung

Tragen Sie gepflegte Kleidung, aber präsentieren Sie sich nicht übertrieben gestylt. Lieber zu schick als zu lässig, empfehlen Experten. Nach einigen Tagen kennen Sie den Dresscode des Unternehmens. Für einen Bürojob Sollten Sie sich am ersten Tag mit Sakko präsentieren. Wenn es in Ihrem Büro lässiger zugeht, können Sie sich den Gepflogenheiten anpassen. Auch mit großzügigem Parfümgebrauch vorsichtig umgegangen werden.

Einstand nicht am ersten Tag

Überfallen Sie Ihre Kollegen nicht am ersten Tag mit Blechen von Selbstgebackenem als Einstand. Um einige der ungeschriebenen Regeln der neuen Firma kennen zu lernen, sollte der Einstand nicht zu früh gegeben werden, empfiehlt Hans-Michael Klein, Leiter der Knigge-Akademie in Essen. Je nach Größe des Betriebs, könne man sich bis zu drei Wochen Zeit nehmen. Erkundigen Sie sich bei den Kollegen, was in ihrer Firma Sitte ist. Wird während der Arbeitszeit gefeiert? Welcher Aufwand ist üblich? Reichen Kaffee und Kuchen oder werden Sekt und einige Häppchen gerne gesehen? Wird mit Alkohol angestoßen?

Lernen Sie ihre Kollegen kennen

Wie lernt man die Kollegen kennen? Überfallen Sie sie nicht schon in den ersten Tagen mit ausführlichen Erzählungen aus Ihrem Privatleben. Blocken Sie Privates aber nicht gänzlich ab, indem Sie nur über Dienstliches reden. Gemeinsame Hobbys und Interessen verbinden, vielleicht finden sich dort Anknüpfungspunkte. Bleiben Sie in der Mittagspause nicht alleine vor dem PC hocken, gehen Sie mit in die Kantine oder zum Chinesen – auch wenn ihnen Pasta und Pizza mehr zusagen. Gerade in den informellen Gesprächen erfahren neue Kollegen einiges, was auch im Beruf nützlich sein kann.

Keiner mag Prahler und Besserwisser

Selbstverständlich soll Ihre fachliche Kompetenz das Team bereichern. Prahlen Sie aber nicht mit Ihren Kenntnissen und Ihrer Berufserfahrung. Zeigen Sie, dass Sie die Spielregeln des menschlichen Miteinanders beherrschen und über Einfühlungsvermögen und Teamgeist verfügen.

Mit Besserwisserei katapultieren Sie sich ganz schnell ins Aus. Halten Sie sich mit Kritik an den Kollegen, den Arbeitsabläufen und der Firma zurück. In jeder Firma sind die Arbeitsabläufe anders und es dauert eine Weile, bis neue Mitarbeiter sich eingefunden haben.