Softskills, die man mitbringen sollte

Soziale Kompetenz ist gefragt

Soft Skills sind im Beruf unabdingbar

Wer heute beruflich weiterkommen möchte, braucht nicht nur Fachkompetenz, sondern auch die so genannten Soft Skills. Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Organisationsfähigkeit – solche und andere Fähigkeiten verbergen sich hinter dem Begriff Soft Skills, früher auch „soziale Kompetenz“ genannt. Diese so genannten „weichen Fähigkeiten“ bezeichnen das Potenzial einer Person, mit Menschen und deren Handlungsweisen, aber auch gut mit sich selbst umzugehen. Ziel ist es, die Arbeit und den Kontakt zum Kunden so professionell und kompetent wie möglich zu gestalten.

Erfolg im Beruf hängt zu 50 Prozent von Fachwissen ab, belegen internationale Studien. Die anderen 50 Prozent basieren auf den Soft Skills.

Wolfgang Henniger, Vermittler bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung, bestätigt die wachsende Bedeutung der weichen Faktoren. In Focus Online erklärt er: „Man produziert anders als früher, hat flachere Hierarchien und ist teamorientierter.“ Der einsame Tüftler ist heute weniger denn je gefragt.

In Anlehnung an eine Studie der Fachhochschule Koblenz hat das Büro für Berufsstrategie (Jürgen Hesse und Hans Christian Schrader) die sieben zentralen Soft Skills zusammengestellt, die Unternehmen immer wieder von ihren Mitarbeiter fordern.

Motivation und Engagement

Selbstmotivation ist wichtig, um sich den Arbeitstag so angenehm wie möglich zu gestalten und verlässlich gute Arbeitsleistung bieten zu können. Motivation ist der Motor des eigenen Antriebs und diesen sollte jeder selbst in Gang bringen, ohne ständig vom Chef angetrieben zu werden. Wem die Arbeit Spaß macht und wer sich motivieren kann, bringt bessere Leistung. Menschen in Leitungsposition müssen nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Mitarbeiter motivieren können. Schließlich soll die Führung mit gutem Beispiel vorangehen.

Kommunikationsfähigkeit

Im Berufsleben sind klare und deutliche Botschaften wichtig. Gute Kommunikation heißt, die eigene Meinung auf den Punkt zu bringen, Botschaften unmissverständlich zu formulieren, den Informationsfluss zwischen einzelnen Abteilungen, Mitarbeitern und der Führungsetage zu verbessern und somit Missverständnisse zu vermeiden.

Zur Kommunikationsfähigkeit gehören aber auch das aktive Zuhören und die Fähigkeit, Botschaften anderer richtig deuten zu können. Menschen mit kommunikativer Kompetenz interpretieren Signale wie Mimik, Gestik und Körperhaltung ihrer Gesprächspartner richtig und können entsprechend darauf reagieren.

Souveränes Auftreten

Mit seinem Auftreten und seiner Ausstrahlung repräsentiert der Mitarbeiter sein Unternehmen. Wer Fauxpas vermeiden will, sollte das eigene Verhalten kritisch analysieren und sich mit den Gesetzen des richtigen Umgangstons und guter Umgangsformen vertraut machen. Respekt und Taktgefühl, aber auch eine positive Ausstrahlung sind für ein souveränes Auftreten von entscheidender Bedeutung.

Organisationsfähigkeit

Im modernen Arbeitsalltag sind stets mehrere Projekte, Themen und Aufträge gleichzeitig zu bearbeiten und das oft unter Zeitdruck. Dort ist Organisationsfähigkeit gefragt. Organisationstalente können die anfallenden Anforderungen so verwalten, dass die Arbeitszeit möglichst optimal genutzt wird. Das bedeutet, dass die meiste Energie in die eigentliche Arbeit fließen kann und nicht in das ganze Drumherum. Sie können Prioritäten setzen und den Arbeitsalltag sinnvoll strukturieren.

Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft

Potenzielle Führungskräfte sollten sich durchsetzen können und dürfen nicht konfliktscheu sein. Das heißt nicht zwingend, dass sie sich immer und überall durchsetzen müssen. Wenn sie aber von ihren Ideen, Zielen und Vorstellungen überzeugt sind, sollten sie ihren Standpunkt deutlich machen und mit guten Argumenten überzeugen. Sie müssen in der Lage sein, ihre eigene Position mit Nachdruck zu vertreten. Zum Durchsetzungsvermögen gehört aber auch, die eigenen ebenso wie alternative Ideen kritisch zu prüfen, um gemeinsam mit anderen die beste Wahl zu treffen.

Kunden- und Serviceorientierung

Auch heute noch gilt der Grundsatz: Der Kunde ist König. Kundenpflege und -neugewinnung sind entscheidende Kriterien für den Erfolg eines Unternehmens. Dazu braucht es Mitarbeiter, die freundlich und verbindlich auftreten und sich bemühen, intensiv mit dem Kunden ins Gespräch zu kommen. Gefordert sind Mitarbeiter, die auf die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden eingehen. Auf einer derartigen Basis können selbst Beschwerden in konstruktive Bahnen gelenkt werden. Durch das Kundenfeedback zu Produkten oder Dienstleistungen lassen sich eventuelle Mängel beheben und unter Umständen neue Ideen entwickeln. „Die Mitarbeiter, die in der Lage sind, dieses Potenzial zu erkennen und auch schwierige Kundengespräche zu einem einvernehmlichen Abschluss zu bringen, sind die beste Visitenkarte, die sich ein Unternehmen wünschen kann“, schreibt das Büro für Berufsstrategie.

Team- und Konfliktfähigkeit

Teamfähigkeit steht auf der Liste der geforderten Soft Skills bei Arbeitgebern ganz oben. Einzelkämpfer sind immer weniger gefragt. In einem gut funktionierenden Team ergänzen sich die Mitarbeiter gegenseitig und decken gemeinsam alle wichtigen Teamrollen ab. Das Team arbeitet auf ein gemeinsames Ziel hin. Der Einzelne muss dabei seine eigene Position im Team finden und festigen.

Da bei der Zusammenarbeit mit anderen Menschen Konflikte nicht ausbleiben, brauchen Mitarbeiter das Potenzial, damit umgehen zu können. Dort „nicht rot zu sehen, zeichnet Ihre Konfliktfähigkeit aus, zu der neben Sachlichkeit und Objektivität auch Kompromissbereitschaft und Vermittlungsgeschick gehören“, heißt es auf der Homepage des Büros für Berufsstrategie.