Führung damals und heute: So hat sich der Führungsstil verändert

Führung damals: Autokratisch und aufgabenorientiert

Noch vor zwanzig Jahren waren Unternehmen in einer relativ stabilen Welt tätig, in der Veränderungen viel langsamer vonstatten gingen. Das Internet war erst seit fünf Jahren Mainstream, Fernarbeit fand nur zu einem kleinen Prozentsatz statt und niemand sah die Finanzkrise, die den Beginn des 21. Jahrhunderts prägte, voraus.

Vor diesem Hintergrund war eine autokratische Führung oft die Norm. Die Manager großer und kleiner Unternehmen trafen Entscheidungen weitgehend allein und mit wenig Input von Seite ihrer Mitarbeitern. Die Führung hatte die volle Kontrolle. Mitarbeitermanagement bedeutete, den Mitarbeiten klare Anweisungen darüber zu geben, was sie zu tun haben und wann und wie sie es tun müssen. Der Fokus lag hier klar auf objektiven Fähigkeiten und der Erledigung von Aufgaben. Während heute Anbieter wie Effectory Ihr gesamter Unternehmenskonzept auf der Gewinnung und Nutzung von Mitarbeiterfeedback aufbauen, wäre dies noch vor dreißig Jahren undenkbar.

In dieser stabilen Welt war es für Organisationen auch einfacher, ihre zukünftigen Führungskräfte zu identifizieren und zu entwickeln. Mit einem linearen Karriereweg und Mitarbeitern, die länger in einem Job verblieben, war die Nachfolgeplanung einfach. Unternehmen wussten genau, woher die nächsten Führungskräfte kamen und welche Fähigkeiten sie benötigen würden, um erfolgreich zu sein.

Führung heute: Kollaborativ und menschenorientiert

Yuganov Konstantin / Shutterstock

Heute leben wir in einer Welt, die von wirtschaftlichen und technologischen Neuerungen geprägt ist. Angesichts des ständigen Wandels müssen Führungskräfte auf die Auswirkungen der Technologie auf ihr Geschäft eingestellt und in hohem Maße anpassungsfähig sein.

Dies erfordert eine Abkehr vom autokratischen Führungsstil des 20. Jahrhunderts hin zu einem kooperativeren Ansatz. Arbeit wird heute nicht mehr von oben geordnet, sondern von innen angetrieben. Diese neue Führungs- und Arbeitsweise hat die Tür zu Innovation und Kreativität geöffnet, was für Unternehmen, die sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen möchten, von entscheidender Bedeutung ist. Kooperative Führungsansätze haben Teamwork, Produktivität, Bedeutsamkeit und Eigeninitiative in jeden Aspekt unserer Arbeit eingebracht.

Dabei hat es eine Verlagerung von harter Führung hin zu weichen Führungsqualitäten gegeben. Führungskräfte sind heute eher personenorientiert als aufgabenorientiert. Führungskräfte sind heute im Vergleich zu damals in der Regel offener dafür, ihren Ansatz anzupassen, um das Beste aus den von ihnen geführten Personen herauszuholen. Dabei werden Tools wie das Erstellen von Persönlichkeitsprofilen verwendet, die Einblicke in die besten Möglichkeiten bieten, Menschen basierend auf ihren natürlichen Verhaltenspräferenzen zu führen.

Was bedeutet diese Verschiebung für die Entwicklung von Führungskräften?

Zu wissen, woher die zukünftigen Führungskräfte kommen, ist für ein Unternehmen heute genauso wichtig wie vor zwanzig Jahren. Aus diesem Grund ist es für Unternehmen heute umso wichtiger, frühzeitig in die Entwicklung von Mitarbeitern mit hohem Potenzial zu investieren. Da die Mitarbeiter auf ganzer Linie mehr Autonomie und Entscheidungsfreiheit erhalten, die mit den Zielen und der Strategie des Unternehmens in Einklang stehen, beginnen Unternehmen heute, Führungskräfte bereits zu fördern und zu schulen, bevor sie Führungspositionen erreichen.

Darüber hinaus sind Weiterbildungsprogramme für Führungskräfte stärker auf die Rollen der Lernenden und die Bedürfnisse der Organisationen zugeschnitten. Viele Organisationen haben beispielsweise Vorteile bei der Einführung einer formalen Mentoring-Kultur gesehen. Ebenso wird Technologie eingesetzt, um Lerninhalte zu erstellen, die stärker auf einzelne Mitarbeiter zugeschnitten sind.

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