Übersetzer: Traumjob für Mauerblümchen?

Deutsch war schon immer Ihr Lieblingsfach in der Schule und Sie interessieren sich generell für Sprachen? Sie sind eher introvertiert und mögen nicht so gern vor anderen große Reden halten? Sie wären gern Ihr eigener Chef und möchten sich Ihre Arbeitszeit frei einteilen? Wenn Sie alle Fragen mit "Ja" beantworten können, sollten Sie einmal über eine Ausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer nachdenken.

Die Muttersprache ist das Wichtigste

Warum ist eine gute Deutschnote so wichtig für angehende Übersetzer? Weil im Berufsalltag die Texte in der Regel in die Muttersprache übersetzt werden. Das gewährleistet einen flüssigen Text, der nicht so wirkt, als wenn er übersetzt, sondern als ob er genau in dieser Sprache verfasst wurde. Neben den Kenntnissen der fremden Sprache sind auch geschichtliche und kulturelle Kenntnisse von großer Wichtigkeit.

Bildung tut gut

Brauchen Sie für die Arbeit als Übersetzer überhaupt eine Ausbildung? Die Antwort ist Nein. Sie brauchen weder eine Ausbildung noch ein Studium und noch nicht einmal Abitur, wenn Sie als Übersetzer arbeiten möchten. Und es gibt sicher einige Beispiele von Menschen, die ohne diese zusätzlichen Qualifikationen leben und dennoch gute Arbeit als Übersetzer leisten, Aufträge bekommen und gut davon leben können.

Es gibt jedoch einige Gründe, die dafür sprechen, dass jeder, der als Übersetzer arbeiten möchte, seine Bildung zumindest erweitert:

  • Es gibt mehr und bessere Aufträge, die auch besser bezahlt sind.
  • Mit einer Ausbildung oder einem Studium können Sie sich beeidigen lassen.
  • Bei einer Bewerbung als Übersetzer steigen Ihre Chancen deutlich an.

Wer studieren möchte, wird mit einem guten Abitur sicherlich auch an einer guten Universität oder Fachhochschule aufgenommen, wo er den Bachelor-Abschluss machen kann. Mit guten Noten kann danach der Master in Angriff genommen werden. Die oft praxisorientierten Ausbildungen zum Übersetzer können Sie an Fachschulen und Instituten antreten.

Freiberufler und Angestellte

Die überwiegende Mehrheit der Übersetzer hierzulande arbeitet auf freiberuflicher Basis. Das hat den Vorteil, dass sie zeitlich und örtlich unabhängig sind und sich die Zeit frei einteilen können. Außerdem können sie überall auf der Welt arbeiten, soweit ein Internetanschluss vorhanden ist. Sie können beliebig viele Aufträge annehmen und bei Bedarf auch Aufträge ablehnen. Es gibt keine staatliche Absicherung in Form von Rente für das Alter.

Als Angestellter haben Sie die Vorteile eines festen Gehaltes und eines sicheren Jobs, der bei guter Konjunktur unkündbar ist. Vom Bruttogehalt gehen Beiträge in die Rentenkasse. Im Falle einer Kündigung erhalten Sie Arbeitslosengeld. Weitere Infos zum Thema Bewerbung, Verhaltensregeln, Beruf und Karriere finden Sie in unserem Job Ratgeber.

 

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